Luise Wolf

schreibt in und aus Kunst, Kultur und Wissenschaften
Journalistin, Autorin, Forscherin

Kultur

Das Festival L*abor am Hauptmannsgrüner Mühlteich wäre in diesem Jahr 20 geworden. Welche Altersangabe dann eigentlich im nächsten Jahr gelten darf, da das Fest diesen Sommer Corona-bedingt ausfällt, ist unklar. Klar ist dagegen, wovor es sich in den Jahren der Jugendschmerzen bewahrt und dadurch zum vielleicht Interessantesten in der Festivallandschaft der Region gemacht hat: Weder wurde es ungemütlich groß und kommerziell, noch spielte sich die Veranstaltung in einer Nische fest. Die um die tausend Gäste

Fast die Hälfte der Deutschen glaubt an Verschwörungstheorien. In den letzten Wochen schafften es selbst die abenteuerlichsten Theorien in private Telegram-Gruppen und in die Köpfe der Menschen. Die dadurch entstehende Entfremdung betrifft nicht mehr nur unterschiedliche politische Gruppen oder soziale Milieus, sondern auch Freundeskreise und Familien. Wie man reagieren kann, wenn ein nahestehender Mensch sich immer mehr von der Realität entfernt, beschreibt Luise Wolf.

Der Lärmpegel unserer Gesellschaft steht auf rot, darauf macht der alljährliche Internationale Tag gegen Lärm am 29. April aufmerksam. Entgegen der Mahnungen der Fachleute und der politischen Ziele aber werden unsere Städte immer lauter, das Gesundheitsrisiko steigt. Warum klassische Maßnahmen wie Flüsterasphalt nicht mehr ausreichen und was jeder Einzelne tun kann, um Ruhe zu finden, hat Luise Wolf den Psychoakustiker André Fiebig gefragt.

Wegen des Corona-Virus ist „Social Distancing”, Abstandhalten zu anderen, oberste Bürgerpflicht – ob zu Freunden, Familie oder Fremden im Supermarkt. Niemand weiß, wie lange dieser Zustand noch andauern wird. Freiheit und Unabhängigkeit sind uns heute persönlich sehr wichtig. Wie können wir nun mit dieser Einschränkung gut umgehen? Was macht das mit unserer Psyche, wenn wir „sozialen Tiere“ zu unseren Mitmenschen auf Abstand gehen müssen, soziale Kontakte und körperliche Nähe meiden?

Das Kraftwerk, in dessen Kellern sich der legendäre Berliner Club Tresor Berlin befindet, ist ein Spielraum für experimentelle Klassik und Sound-Art, Pop und Techno sowie neue Formate für visuelle Kunst. Der größte Saal ist 100 Meter lang und 20 Meter hoch – das Gebäude müsste also eigentlich ein akustischer Flop und ein Alptraum für Tontechniker sein. Jedes noch so feine Geräusch wird von den Betonwänden und Stahlkonstruktionen reflektiert, Echos hallen hier fünf bis acht Sekunden

Noch vor wenigen Jahren galt politischer Stillstand in unserer Gesellschaft als beklagenswerter Zustand. Das hat sich grundlegend geändert: Veränderungen scheinen das Land zu überrollen, auf einmal positioniert sich scheinbar jeder. Viele schlagen dabei radikale Töne an – und fordern gar die Freiheit, unsere Freiheit selbst zu gefährden. Wo also soll die Grenze sein?